SaaS (Software as a Service)

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Software as a Service (SaaS) bezeichnet ein Bereitstellungsmodell, bei dem eine Software zentral durch einen Anbieter betrieben und über das Internet zur Nutzung bereitgestellt wird. Kunden greifen beispielsweise über einen Webbrowser oder eine Programmierschnittstelle (API) auf die Anwendung zu, ohne sie normalerweise auf eigenen Servern installieren und technisch betreiben zu müssen.

SaaS kurz zusammengefasst

  • Der Anbieter übernimmt den zentralen Betrieb und in der Regel auch Wartung und Updates. Die Weiterentwicklung richtet sich nach dem jeweiligen Leistungs- und Vertragsmodell.
  • Die Nutzung wird häufig monatlich oder jährlich abgerechnet, beispielsweise nach Standorten, Anlagen, Geräten, Nutzern oder Funktionsumfang.
  • Im Energiemanagement unterstützt SaaS unter anderem Monitoring, Datenhaltung, Dashboards, Reporting, Alarmierung und Benutzerverwaltung.
  • Die Verfügbarkeit cloudbasierter Funktionen hängt von der Internetverbindung und der Erreichbarkeit des Dienstes ab.

Wie funktioniert Software as a Service?

Bei einem SaaS-Modell läuft die Anwendung in einer zentral durch den Anbieter oder einen beauftragten Hosting-Dienstleister betriebenen IT-Infrastruktur. Der Anbieter verwaltet den technischen Betrieb und stellt im Rahmen des vereinbarten Leistungsumfangs Wartungsmaßnahmen, Softwareupdates und Sicherheitskorrekturen bereit. Ob und in welchem Umfang neue Funktionen hinzukommen, hängt vom jeweiligen Anbieter und Vertragsmodell ab.

Im Energiemanagement erfassen lokale Datenlogger, Gateways oder Controller Messwerte aus Energiezählern, Wechselrichtern, Battery Energy Storage Systems, Ladeinfrastruktur und weiteren Anlagenkomponenten. Bei einer sicher ausgelegten Lösung werden diese Daten über eine verschlüsselte Verbindung an die SaaS-Plattform übertragen. Dort lassen sie sich speichern, aufbereiten, visualisieren und für Berichte oder Alarmierungen verwenden.

Rollen- und Rechtekonzepte bestimmen, welche Standorte, Anlagen, Daten und Funktionen einzelne Nutzer sehen oder bearbeiten dürfen. Eine Mehrfaktor-Authentifizierung kann den Zugriff zusätzlich absichern. Über APIs können Daten automatisiert mit Drittsystemen wie ERP-, Abrechnungs-, SCADA– oder VPP-Plattformen ausgetauscht werden.

SaaS unterscheidet sich vom einmaligen Erwerb einer Softwarelizenz und vom Betrieb einer Anwendung auf kundeneigener IT-Infrastruktur. Bei einer lokal betriebenen Lösung liegt die Verantwortung für Betrieb, Wartung, Updates und Datensicherung in der Regel stärker beim Kunden oder einem von ihm beauftragten IT-Dienstleister.

Wo wird SaaS im Energiemanagement eingesetzt?

SaaS-Plattformen ermöglichen die zentrale Überwachung mehrerer Energieanlagen und Standorte. Betreiber können aktuelle Betriebszustände prüfen, historische Messwerte auswerten und Energieflüsse verschiedener Anlagen über eine gemeinsame Benutzeroberfläche vergleichen.

Weitere typische Anwendungen sind die Erstellung regelmäßiger Berichte, die automatische Alarmierung bei definierten Abweichungen und die Verwaltung von Nutzern und Zugriffsrechten. Auch standortübergreifende Vergleiche zwischen Produktionsstätten, PV-Anlagen oder Batteriespeichern lassen sich über eine zentrale Plattform umsetzen.

Über geeignete APIs können Messwerte, Anlagenzustände und berechnete Kennzahlen an externe Anwendungen übertragen werden. Umgekehrt kann eine SaaS-Plattform externe Daten empfangen, sofern die benötigten Schnittstellen, Datenformate und Zugriffsberechtigungen vorhanden sind.

Vorteile, Grenzen und wichtige Anforderungen

Ein SaaS-Modell kann den Aufwand für die lokale Installation und den technischen Betrieb einer Software verringern. Nutzer können von unterschiedlichen Standorten auf eine gemeinsame Plattform zugreifen, während Updates und Sicherheitskorrekturen zentral bereitgestellt werden. Dies erleichtert insbesondere die Verwaltung größerer Anlagenportfolios.

Die Verfügbarkeit und Aktualität der Plattformdaten hängen jedoch von der Internetverbindung sowie von der Erreichbarkeit des Dienstes ab. Zeitkritische Regelungen und betriebsnotwendige Steuerungsfunktionen sollten deshalb lokal ausgeführt werden können. Eine Cloud-Plattform kann die lokale Regelungstechnik ergänzen, sollte notwendige Echtzeit- und Sicherheitsfunktionen jedoch nicht unkontrolliert ersetzen.

Vor der Auswahl einer SaaS-Lösung sollten insbesondere Datenhoheit, Exportmöglichkeiten, Speicherfristen, Speicher- und Verarbeitungsorte, eingesetzte Dienstleister sowie der Zugriffsschutz geprüft werden. Ebenso wichtig ist, in welchen Formaten Daten exportiert werden können und wie der Anbieter bei Vertragsende mit gespeicherten Daten umgeht.

Der Leistungsumfang, die zugesicherte Verfügbarkeit, der Support und mögliche Wiederherstellungszeiten sollten in den Vertragsbedingungen oder einem Service Level Agreement (SLA) festgelegt sein. Weitere zentrale Anforderungen sind verschlüsselte Kommunikation, sichere Authentifizierung, regelmäßige Sicherheitsupdates und nachvollziehbare Rollen- und Rechtekonzepte.

SaaS-Funktionen bei EcoPhi

EcoPhi kann cloudbasierte Monitoring- und EMS-Funktionen als Softwaredienst bereitstellen. Abhängig vom Projekt, Vertrag und gebuchten Funktionspaket können dazu Anlagenübersichten, historische Messdaten, Dashboards, Alarmierungen, Reports und eine Benutzerverwaltung gehören.

Lokale EcoPhi-Controller können so konfiguriert werden, dass definierte Steuerungsfunktionen unabhängig von der Cloud-Verbindung ausgeführt werden. Welche Funktionen bei einer Verbindungsunterbrechung weiterlaufen, richtet sich nach der konkreten Projektkonfiguration und den eingebundenen Geräten.

Lokal zwischengespeicherte Anlagen- und Messdaten können nach Wiederherstellung der Verbindung an die Cloud-Plattform übertragen werden, sofern die jeweilige Konfiguration und Speicherkapazität dies unterstützen. Schnittstellen zu Drittsystemen, individuelle Dashboards und zusätzliche Funktionen können projektspezifische Konfigurations-, Integrations- oder Entwicklungsleistungen erfordern.

SaaS im Energiemanagement zusammengefasst

SaaS ermöglicht den zentralen Zugriff auf Monitoring-, Analyse- und Verwaltungsfunktionen, ohne dass Kunden die Plattform vollständig selbst betreiben müssen. Für einen zuverlässigen Einsatz sind klare Vertragsbedingungen, sichere Datenübertragung, geeignete Exportmöglichkeiten und eine sinnvolle Trennung zwischen lokalen und cloudbasierten Funktionen wichtig.

Häufig gestellte Fragen zu SaaS

Was bedeutet SaaS?

SaaS steht für Software as a Service. Die Software wird zentral betrieben und über das Internet bereitgestellt, anstatt üblicherweise auf kundeneigenen Servern installiert zu werden.

Wie wird SaaS normalerweise abgerechnet?

Die Abrechnung erfolgt häufig monatlich oder jährlich. Der Preis kann sich unter anderem nach der Anzahl der Standorte, Anlagen, Geräte, Nutzer oder gebuchten Funktionen richten.

Funktioniert eine SaaS-Plattform ohne Internetverbindung?

Cloudbasierte Funktionen sind bei einer unterbrochenen Verbindung nicht oder nur eingeschränkt verfügbar. Lokale Funktionen können weiterarbeiten, wenn das System entsprechend ausgelegt und konfiguriert wurde.

Welche Punkte sollten vor Vertragsabschluss geprüft werden?

Wichtige Prüfpunkte sind Leistungsumfang, Verfügbarkeit, Datenhoheit, Verarbeitungsorte, eingesetzte Dienstleister, Speicherfristen, Exportmöglichkeiten, Zugriffsschutz, Support und die Regelungen bei Vertragsende.

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